Fallen für Muttersprachler
Vokabeln
- whomwen/wem (Objektform)
- lay/lie(hin)legen / liegen
- affect/effectbeeinflussen / Wirkung
- fewer/lessweniger (zählbar/unzählbar)
- comprised ofbestehend aus (oft falsch)
- literallywörtlich (oft falsch benutzt)
- begging the questionZirkelschluss (wahre
- decimatedezimieren
- fortuitouszufällig (≠ glücklich)
- disinterestedunparteiisch (≠
- nonplussedverblüfft (oft falsch verwendet)
- perusesorgfältig lesen (nicht überfliegen)
- enormityUngeheuerlichkeit (nicht Größe)
- bemusedverwirrt (nicht belustigt)
Fallen, in die sogar Muttersprachler tappen
Diese Fehler sind so verbreitet unter englischen Muttersprachlern, dass du dich durch ihre Beherrschung deutlich abhebst.
Who vs whom
- Who = Subjekt (*Who called?*). Whom = Objekt (*Whom did you call?*).
- Trick: Ersetze durch *he/she* (→ who) oder *him/her* (→ whom). *You called him* → *Whom did you call?*
- In der Praxis verschwindet *whom* in der gesprochenen Sprache, bleibt aber in gepflegter Schriftsprache und nach Präpositionen obligatorisch: *To whom it may concern*.
Lay vs lie
- Lay = etwas hinlegen (transitiv, braucht Objekt): *Lay the book on the table.*
- Lie = liegen (intransitiv, kein Objekt): *I lie on the bed.*
- Die Verwirrung entsteht, weil das Präteritum von *lie* = *lay* ist: *Yesterday I lay on the bed.* Ein Albtraum selbst für Muttersprachler.
Wörter, deren Bedeutung sich verschiebt
- Literally bedeutet „im wörtlichen Sinne", wird aber massenhaft als Verstärker benutzt (*I literally died*). Puristen schaudern.
- Begging the question bedeutet in der Logik „Zirkelschluss", nicht „die Frage aufwerfen" — aber die populäre Bedeutung hat fast gewonnen.
- Disinterested = unparteiisch. Uninterested = desinteressiert. Die Unterscheidung schwindet im Alltag, aber gebildete Leser halten sie aufrecht.
- Decimate bedeutete ursprünglich „jeden Zehnten töten". Heute bedeutet es „massiv zerstören". Beide Verwendungen koexistieren.
- Fortuitous = zufällig (nicht unbedingt positiv). Es ist KEIN Synonym für *fortunate*.
Ausdrücke
- Damned if you do, damned if you don'tEgal was du tust, du wirst kritisiert
- Through sheer repetitionAllein durch die Kraft der Wiederholung
- In the long runAuf lange Sicht, letztendlich
- To get marked downPunkte verlieren, bestraft werden
- Don't get me started onFang mir bloß nicht damit an (Ärger)
- To beg the questionEinen Zirkelschluss begehen — NICHT eine Frage aufwerfen (ursprüngliche Bedeutung)
- For all intents and purposesIn der Praxis / im Grunde genommen — oft falsch als 'intensive purposes' ausgesprochen
- To give short shriftEtwas wenig Beachtung oder Berücksichtigung schenken
Häufige Fehler
I could care lessI couldn't care lessWenn du dich «weniger kümmern könntest», heißt das, es kümmert dich noch. Die logische Form ist «couldn't care less».
The team is comprised of five membersThe team comprises five members«Comprise» bedeutet «bestehen aus». Man sagt «comprises» oder «is composed of», nie «is comprised of».
Lay down on the sofaLie down on the sofa«Lay» braucht ein direktes Objekt (lay the book). «Lie» ist intransitiv (lie down). Das Präteritum von lie ist «lay» — daher die Verwirrung.
I could of gone to the party.I could have gone to the party.'Could of' ist ein phonetischer Fehler: die Kontraktion 'could've' klingt wie 'could of', aber 'of' ist nie ein Hilfsverb.
The data shows that the trend is increasing.The data show that the trend is increasing.'Data' ist der lateinische Plural von 'datum'. Im formalen und akademischen Gebrauch steht es mit einem Pluralverb. Der Singular wird informell zunehmend akzeptiert.
Between you and I, this is wrong.Between you and me, this is wrong.Nach einer Präposition ('between') steht das Objektpronomen ('me'), nicht das Subjektpronomen ('I'). Hyperkorrektur führt dazu 'I' aus übertriebener Förmlichkeit zu verwenden.
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